Yoga für Schwangere

Heute berichte ich euch von meinem Yogakurs, den ich in der Schwangerschaft besucht habe. Wer Lust hat auf Yoga speziell für Schwangere, kann mal seine Krankenkasse fragen, welche Kurse bezuschusst werden. Meiner wurde leider nicht bezuschusst, aber ich fand ihn so toll, dass ich nicht in einen anderen Kurs wechseln wollte, nur weil die Krankenkasse da dann etwas zugezahlt hätte. Es lohnt sich aber, sich vorher mal zu informieren.

Die Klinik, die ich als Geburtsklinik ausgesucht hatte, bietet „Yoga für Schwangere“ an. Den Kurs gibt eine sehr sympathische Frau, die eigentlich Krankenschwester ist, aber dann diverse Yoga-Lehrer-Ausbildungen gemacht hat und nun schon seit vielen Jahren Yogakurse für Schwangere gibt. Ihr Yogakurs ist ein offenes Angebot, immer montags von 10.00 bis 11.30 Uhr und mittwochabends. Ich war meistens montags da. Bezahlt wird entweder jedes Mal oder man kauft eine 10er Karte, die lange gültig und ein bisschen günstiger ist.

Dadurch, dass der Kurs ein offenes Angebot ist, sind mal zwei Teilnehmerinnen, mal zwölf Teilnehmerinnen da gewesen. Aber es kristallisierten sich schnell einige Stammteilnehmerinnen heraus, die regelmäßig da waren und die man dann auch schon kannte.

Ich war etwa 15 Mal beim Yoga und es hat mir sehr gut gefallen und sehr gut getan. Die Yogalehrerin war sehr einfühlsam und ist auf individuelle Wünsche und Wehwehchen eingegangen. Hauptaugenmerk lag auf der Entspannung, der Stärkung der Nerven und natürlich auf den Bereichen Schulter, Beckenboden und Rücken. Ganz wichtig auch die Atmung. Wir lernten Übungen gegen Sodbrennen, gegen Wassereinlagerungen und solche, die das Kind einladen, sich zu drehen, falls es noch nicht geburtsbereit liegt. Außerdem lernten wir Übungen zur Öffnung und Entspannung des Muttermundes kennen sowie Haltungen und Übungen, um die Wehen zu veratmen. Die Yogastunden waren eine tolle Ergänzung zum Geburtsvorbereitungskurs, von dem ich euch nächste Woche berichte, da hier immer wieder tolle Tipps für Übungen unter der Geburt gegeben wurden. Während der Geburt des kleinen Kringel habe ich tatsächlich einige dieser Übungen machen können und hatte stets die Worte der Yogalehrerin im Ohr, die auf die Wichtigkeit eines entspannten Kiefers hinwies, da es eine Verbindung zwischen Kiefer und Muttermund gäbe.

Wenn ihr als Schwangere die Möglichkeit habt, einen Yogakurs für Schwangere zu besuchen, dann macht das auf jeden Fall! Ihr könnt ja mal eine Probestunde machen, wenn ihr euch unsicher seid. Ich fand es super und mein einzier Kritikpunkt ist, dass die gleiche Yogalehrerin kein Rückbildungsyoga anbietet. Ich habe sie übrigens ein paar Wochen nach der Geburt mit dem kleinen Kringel im Yogakurs besucht, sie hat sich riesig gefreut, zu sehen, wer da im Bauch war.

Dem kleinen Kringel scheint das Yoga übrigens auch sehr gefallen zu haben. Beim sanften, tänzerischen Aufwärmteil hat er fließig mitgetanzt und war danach ganz ruhig und entspannt. Da es Kundalini-Yoga war, gehörte auch das Singen von Mantren dazu. Das fand ich zunächst gewöhnungsbedürftig, aber schon beim zweiten Mal fand ich es total schön und entspannend. Und wisst ihr was? Wenn ich dem kleinen Kringel die Mantren vorsinge, beruhigt er sich noch heute sofort und lauscht entspannt. Besonders als er ganz frisch auf dieser Welt war, hat uns das beiden sehr gut getan.

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1 Kommentar

  1. Yoga für Schwangere fand ich auch toll. Bei meinem Kurs war schön, dass die Kursleiterin auch Rückbildungsyoga anbot, sodass ich mit dem Baby in vertrauter Umgebung weiter Yoga machen konnte. Liebe Grüße, Svenja

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