Wenn das Baby Bauchweh hat

Zu den sogenannten „3-Monats Koliken“, die so heißen, da sie überwiegend in den ersten drei Lebensmonaten auftreten, gibt es viele Meinungen. Eine Meinung ist, dass der Verdauungstrakt des Babys mit der plötzlichen Nahrungsumstellung ein wenig zu kämpfen hat. Eine andere Meinung ist, dass es gar nicht primär Bauchweh sind, die das Baby oft in den Abendstunden weinen lassen, sondern dass hierbei die vielen neuen Eindrücke verarbeitet werden.

Ich kann ganz klar sagen: Kringel hatte Bauchweh. Schon am zweiten Lebenstag begann der plötzlich zu weinen und sich zu krümmen, sein Bauch war ungewöhnlich hart und durch eine leichte Massage entspannte er sich etwas. Ich holte die Kinderkrankenschwester dazu, wir waren ja noch in der Klinik, und auch sie  erklärte mir, dass es durch die plötzliche Nahrungsumstellung von „Nabelschnur“ auf Muttermilch häufig zu Bauchweh kommt. Sie zeigte mir, wie ich den kleinen Babybauch richtig massieren kann und gab uns „Windsalbe“. Kringel entspannte sich sofort, der Bauch war wieder weich und er schlief entspannt ein. Mein Mann fuhr sofort zur Apotheke und kaufte eine Tube Windsalbe für Zuhause.

In den nächsten Tagen und Wochen wurde Kringel immer mal wieder von Bauchweh geplagt, was sich durch plötzliches, verzweifeltes Weinen, durch Krümmen – es war eher ein sich-nach-hinten-wegbiegen – und einen harten Bauch äußerte. Die Hebamme riet uns auch zu Windsalbe, die wir ja zum Glück schon hatten. Außerdem sagte sie, wir sollten vorerst keine Fluoridtabletten geben, da das Fluorid zu Bauchweh führen könne.

Des Weiteren gab sie uns Kümmelzäpfchen, die wir gaben, wenn die Massage mit Windsalbe keine Besserung brachte – was aber nur selten der Fall war. Die Kümmelzäpfchen kamen also nur als Notfall-Lösung zum Einsatz, halfen dann aber prompt.

Auch gut war ein kleines Kirschkernkissen, leicht warm. In der Drogerie gibt es beim Babybedarf kleine Traubenkernkissen, die sind noch besser als Kirschkernkissen, da sie „weicher“ und anschmiegsamer sind. Da ich aber mal dieses kleine Mini-Kirschkernkissen genäht hatte, nahmen wir das und die Wärme führte häufig dazu, dass Kringels Bauch sich entspannen konnte.

Da die Bauchweh regelmäßig, also täglich auftraten, empfahl die Hebamme uns „BiGaia“ Tropfen. Das sind Milchsäurebakterien und das Baby bekommt davon täglich 5 Tropfen auf einem Löffel mit einem Spritzer Muttermilch. Praktischerweise gibt es diese Tropfen mit Vitamin D, so konnten wir auf die Vitamin D Tabletten verzichten. Kringel bekam die Tropfen mehrere Wochen und nach wenigen Tagen zeigte sich Besserung, die Bauchweh waren weniger schlimm und blieben manchmal sogar ganz aus.

Da ich stillte und Fencheltee mochte, trank ich davon ziemlich viel und glaube, dass auch mein Fenchelteekonsum eine positive Wirkung auf Kringels Bauch hatte.

Ich hoffe, hiermit allen Eltern von bauchweh-geplagten Kindern ein paar gute Tipps gegeben zu haben. Fragt bitte trotzdem immer eure Hebamme oder den Kinderarzt, denn es kann auch was Ernstes hinter den Bauchweh stecken. Besonders, wenn das Baby Fieber hat, müsst ihr zum Arzt.

Nun bin ich gespannt auf eure Erfahrungen. Hatten eure Babys auch mit Bauchschmerzen zu kämpfen? Was hat geholfen? Bei uns war es übrigens wirklich mit 3 Monaten ganz weg.

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