Welcher Fahrradsitz passt zu uns?

WERBUNG

Für diesen Artikel wurde mir kostenfrei eine Regenhülle für den Fahrradsitz zur Verfügung gestellt, meine Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.
Links zu Britax Römer dienen nur der Info, damit ihr euch den Sitz dort ansehen könnt, es sind keine Werbelinks. Wir haben den Sitz als Angebot inklusive Helm bei BabyOne gekauft.

Mein Fahrrad und ich waren bis zur Geburt von Kringel eine unzertrennliche Einheit. Mit dem „Okay“ meiner Frauenärztin bin ich auch während der Schwangerschaft viel Fahrrad gefahren und letztendlich sogar zur Geburt zum Krankenhaus. Nach der Schwangerschaft sah es anders aus: Da waren ein starker Eisenmangel, der mich sehr erschöpfte und ein kleines Baby, das mich brauchte. Ich war voller Vorfreude auf den Tag, an dem wir gemeinsam mit dem Fahrrad unterwegs sein würden.
Im Grunde gibt es vier Möglichkeiten um mit dem Kind Fahrrad zu fahren. Diese Möglichkeiten möchte ich euch kurz vorstellen und euch erzählen, warum wir uns wie entschieden haben.

1. Das Lastenrad zum Kindertransport
Auf der Babywelt-Messe sind mein Mann und ich mal ein Babboe-Lastenrad probegefahren. Uff, ganz schön schwer zu lenken, aber man kann sich bestimmt daran gewöhnen. Wir fanden es praktisch, weil das Kind vorn viel Platz hat und man es gut im Blick hat. Außerdem kann man auch mehrere Kinder damit fahren und es gibt tolle Regenüberzüge, so dass die Kinder trocken sitzen. Auch für Einkäufe ist hier jede Menge Platz. Allerdings fehlte uns schlicht und einfach der Parkplatz, denn so ein teures Gefährt möchte ich nicht an die Straße stellen und kann es aber auch nicht, wie die anderen Räder, in den Keller runtertragen. Mangels Abstellmöglichkeit war diese Variante also schnell aus dem Rennen.

2. Der Fahrradanhänger
Für einen Fahrradanhänger spricht, dass das Kind darin bequem schlafen kann, wir machen nämlich gern lange Fahrten. Außerdem ist das Kind vor Regen und Wind geschützt. Es gibt sogar Fahrradanhänger, in denen eine Art Babyautoschale ist, so dass schon die ganz Kleinen darin mitfahren können. Auch für Einkäufe ist hier Platz. Ausschlaggebend dafür, dass wir uns gegen einen Fahrradanhänger entschieden haben, war der Preis und die Tatsache, dass uns das Kind zu weit weg ist. Hätten wir allerdings keinen Kinderwagen gehabt, so hätten wir uns möglicherweise für ein Fahrradanhängermodell entschieden, dass man auch als Kinderwagenersatz schieben kann.

3. Der Sitz für vorn
Ich selbst hatte als Kind meinen Fahrradsitz vorn und wollte das unbedingt auch für das eigene Kind. Mir gefiel die Vorstellung, das Kind stets im Blick zu haben und mit ihm sprechen zu können. Außerdem würde ich meinen Fahrradkorb auf dem Gepäckträger weiterhin nutzen können. Letztendlich wurde es ein knappes Rennen zwischen einem Sitz für vorn und einem Satz für hinten, das dann durch das zulässige Gewicht des Kindes entschieden wurde, da der Sitz für hinten ein paar Kilogramm mehr tragen kann.

4. Der Sitz für hinten
Wir entschieden uns also für einen Sitz für hinten und wählten den Britax Römer Jockey Comfort. Es gibt zur Zeit zwei Modelle, den Comfort und den Relax. Wir nahmen den Comfort, da er mehr Stufen zur Größenanpassung hat als der Relax.
Der Nachteil ist natürlich, dass mein Fahrradkorb nicht mehr genutzt werden kann. Ich brauche nun einen Korb für vorne, denn ich krieg nämlich die Krise, wenn ich Eltern sehe, die ihr Kind hinten im Kindersitz auf dem Rad haben und noch einen Rucksack auf dem Rücken haben, der dem Kind dann im Gesicht hängt. Ich habe zum Geburtstag einen hochpreisigen Korb bekommen, der 5 kg Last tragen darf und mit 2 kg bei der Testfahrt nach wenigen Metern vom Rad fiel. Hmpf. So nicht. Da muss ich mir also noch was überlegen. Ach ja, was auch noch als Extra dazu kam, war ein Doppelständer, damit das Fahrrad richtig stabil steht und dann eine Feder, damit das Vorderrad nicht zur Seite schwenkt. Das braucht man sowohl für Kinderfahrradsitze, die hinten montiert werden, als auch für vorn. Bei einem Anhänger wahrscheinlich auch, denn durch die Doppelständer steht das Fahrrad kippsicher.

Nie ohne Helm - auch die Erwachsenen nicht
Nie ohne Helm – auch die Erwachsenen nicht

 

Ich hoffe, mein kleiner Überblick kann euch helfen, wenn ihr euch fragt, wie ihr Kind und Fahrradfahren vereinen könnt. Uns hat das Thema viel Kopfzerbrechen bereitet und auch, als der Sitz dann gekauft war, war nicht alles Friede-Freude-Eierkuchen.

Praktisch beim Britax Römer Jockey Comfort ist, dass man zwei Adapter-Schellen kaufen kann: Eine ist am Rad meines Mannes befestigt und eine an meinem, so dass wir den Sitz mal an seinem, mal an meinem Rad nutzen können. Den Sitz da einzuklicken geht auch super schnell, aber zunächst musste die Adapter-Schelle ans Rad. Das ging am Rad meines Mannes ganz schnell, aber bei meinem Hollandrad gab es große Probleme. Die Adapter-Schelle passte ganz knapp zwischen Sattelrohr und Schutzblech, aber dann kam das Problem: Das integrierte Speichenschloss war im Weg und musste entfernt werden.

Ohne Speichenschloss passt der Adapter auch ans Hollandrad
Ohne Speichenschloss passt der Adapter auch ans Hollandrad

 

Als es dann weg war, passte die Adapter-Schelle und wir stießen auf das nächste Problem: Das Sitz passte nicht aufs Fahrrad, weil mein Sattel zu weit hinten war. Leider ließ sich der Sattel nicht weiter nach vorn stellen, so dass mein Mann zum Fahrradladen fuhr um einen „kürzeren“ Sattel zu kaufen. Dort erfuhr er, dass es sowas nicht gibt, bekam aber einen guten Tipps, den ich euch nicht vorenthalten möchte: Sattel inkl. Sattelstange ausbauen. Dann den Sattel von der Sattelstange lösen und anders herum wieder anschrauben. Nun Sattel und Sattelstange wieder ins Sattelrohr stecken und auf der richtigen Höhe festschrauben. Das bringt zwar nur wenige cm, wenn überhaupt, aber in unserem Fall hat es geholfen: Der Sitz wurde nicht mehr durch den Sattel blockiert, da dieser nun etwas weiter vorn saß.

Nach diesen anfänglichen Montageschwierigkeiten, die bei Hollandrädern wohl nicht selten sind, fahren wir nun total glücklich und zufrieden durch die Gegend. Kringel fühlte sich von Anfang an wohl in seinem neuen Fahrradsitz, genoss die Aussicht und kann darin sogar schlafen.

Stylisch vor Regen geschützt
Stylisch vor Regen geschützt

 

Um das Kind während der Fahrt vor Regen zu schützen, gibt es Regenponchos, die wir bald mal ausprobieren wollen. Bisher hat er bei leichtem Regen seinen Softshelloverall und Regenüberzieher für die Schuhe an. Und wenn das Fahrrad mit dem Sitz mal bei Regen draußen stehen muss, dann ist es regen- und stilsicher geschützt mit diesem tollen Regenschutz, den wir von Fahrradzeugs bekommen haben. Das ist besonders im Hinblick auf den Herbst und den Winter sehr praktisch, denn wer will sein Kind schon in einen nassen Fahrradsitz setzen? Wenn wir den Sitz mal ein paar Tage nicht nutzen, wird er abgebaut und dann ist die Regenhülle ein super Schutz vor Staub.

Damit auch euer Fahrradsitz gut geschützt ist, könnt ihr ab Mittwoch so eine Regenhülle hier auf dem Blog gewinnen!

Du magst vielleicht auch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.