Vitamin D für das Baby

Der Herbst zeigt sich zwar momentan von seiner sonnigen Seite, doch wird es immer früher dunkel. Unabhängig von der Jahreszeit und den Sonnenstunden wird ohnehin empfohlen, dass Babys ab dem 7. Lebenstag Vitamin D zu sich nehmen. Die größte Verbreitung haben hierzu Vitamin D Tabletten mit und ohne Fluorid.

Unser Zahnarzt, welcher auch Professor für Zahnmedizin ist, sagt, auf die Fluoridtabletten könne verzichtet werden, wenn ab dem ersten Zahn 1x täglich mit einer fluoridhaltigen Kinderzahnpasta geputzt wird und ab dem ersten Geburtstag 2x täglich.

Die Hebamme sagt, die Fluoridtabletten können zu Bauchweh führen.

Also war unsere Entscheidung klar, wir nehmen die Vitamin D Tabletten ohne Fluorid.

Die Tabletten werden dem Baby vor dem Stillen in den Mund gelegt und lösen sich dann auf. Theoretisch. Sie können aber auch ganz wunderbar in der Wangentasche versteckt werden. Außerdem lösen sie sich furchtbar langsam auf und schmecken dabei bitter. Lange Rede, kurzer Sinn: Bei einem Neugeborenen fand ich die Tabletten nervig.

Als Alternative gibt es Vitamin D Tropfen. Das fand ich super, allerdings nur so lange, bis ich feststellte, dass das Baby davon genau EINEN Tropfen bekommen soll. Direkt in den Mund tropfen hat eigentlich nie geklappt und bei der Gabe vom Löffel bleibt immer was am Löffel. Es ist gar nicht so leicht, genau EINEN Tropfen Vitamin D Öl ins Baby zu bekommen. Später wird das einfacher, da kann man den Tropfen Vitamin D Öl zum Beispiel auf ein Stückchen Brot geben.

Unsere Alternative im Babyalter waren BiGaia Tropfen. Sie enthalten Milchsäurebakterien und helfen gegen Bauchweh (mehr über Bauchweh bei Babys lest ihr hier). Es gibt sie mit und ohne Vitamin D. Durch die BiGaia Tropfen konnten wir zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, nämlich die Vitamin D Versorgung sicherstellen und die Bauchweh bekämpfen. Die Dosierung ist hier einfacher, da 5 Tropfen nötig sind, die kann man dem Baby gut vom Löffel geben.

Als nach drei Monaten die Bauchweh größtenteils vorbei waren, haben wir nochmal die Tabletten ausprobiert, das ging nun deutlich besser. Da zeitgleich mit den ersten Zähnen die Verdauung wieder verrückt spielte, haben wir nun nochmal zu den BiGaia Tropfen gegriffen.

Und die ersten Zähne werden täglich mit fluoridhaltiger Kinderzahnpasta gepflegt. Aber das ist ein Thema für einen anderen Beitrag.

Wie macht ihr das? Bekommen eure Babys Vitamin D? Mit oder ohne Fluorid? Und in welcher Form? Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen!

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6 Kommentare

  1. Unsere Tochter ist 7 Monate alt und seit die ersten Zähnchen da sind, haben wir von Vigantoletten umgestellt auf D-Fluoretten. Im Grunde scheiden sich ja die Geister, was man geben soll, mir hat es eingeleuchtet, dass es wenig Sinn macht, Fluor zu verabreichen, wenn das Baby noch keine Zähne hat. Nach einem Gespräch mit dem Kinderarzt habe ich mich dann entschlossen, Fluor zu geben, weil dieser mir erklärte, dass der Fluorgehalt in der Zahnpasta viel zu gering sei, um Wirkung zu entfalten. Zähne putzen sei wichtig, um den Vorgang zu ritualisieren, das Baby bräuchte einen Fingerhut Zahnpasta am Tag um die benötigte Flourmenge allein durch die Zahncreme zu erhalten. Ob das nun so ist oder nicht, kann ich nicht beurteilen, aber ich denke nicht, dass die Fluortabletten schaden. Im Grunde müss jeder für sich entscheiden, was er für das Beste hält 🙂
    Liebe Grüße
    Anna

  2. Ja, Kinderärzte und Zahnärzte sind da wohl oft unterschiedlicher Meinung und selbst die verschiedenen Kinderärzte werden sich, wie auch die Zahnärzte, bestimmt nicht einig sein. Manche sagen ja sogar, man solle schon Flourid geben, bevor die Zähne zu sehen sind, weil es sich schon dann positiv auswirkt. Total blöd, dass man da von den Fachleuten so viel Unterschiedliches hört.

    Auf jeden Fall ist es ja sehr praktisch, das Kombipräparat zu geben, ich muss mich sehr disziplinieren, beim Baby an das Vitamin D UND neuerdings auch ans Zähneputzen zu denken.

  3. Ja, da hast du Recht 🙂 Allerdings bin ich selbst auch verunsichert, ob es das Richtige ist, ihr das Kombipräparat zu geben, gerade heute habe ich erst wieder gehört, die Fluortabletten können zu Flecken auf den Zähnen führen… Egal wie man es macht, der Zweifel bleibt 🙁
    Liebe Grüße
    Anna

  4. Ja, das mit den Verfärbungen habe ich auch schon gelesen. Oh man, warum kann das nicht eindeutig sein…immer diese Zweifel, ob man alles richtig macht und dann sagen alle Fachleute was anderes…

  5. Man kann die Kinder übrigens auch ohne künstliche Vitamin D Zufuhr gesund groß ziehen. Meine Kinder haben weder Fluorid noch Vitamin D Tabletten oder Tropfen bekommen.

    Sie bekamen einfach täglich das Licht vom blauen Himmel (im Sommer). Also im Schatten aber kein Dach, kein Schirm oder sonst was zwischen Gesicht und Himmel. Und im Winter 10 Minuten Sonne. Der dahingehend erfahrene Kinderarzt hat dann regelmäßig auf Rachitis kontrolliert.

    Die 3 sind gesund und haben keinen Mangel.

  6. Liebe Beatrice, danke für die Ergänzung. Wenn man darauf achtet, dass die Kinder rund ums Jahr genug Sonnenlicht (im Sommer natürlich auf Schatten achten, das hast du ja geschrieben) bekommen, geht es vermutlich (ich bin ja keine Kinderärztin, daher schreibe ich „vermutlich“) auch ohne zusätzliches Vitamin D. Super, dass der Kinderarzt des kontrolliert hat. Ich finde es toll, dass ihr da in Absprache mit dem Kinderarzt so einen natürlichen Weg gewählt habt.

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