Unser Besuch auf der Babywelt

Gestern waren der kleine Kringel und ich auf der Babywelt Messe in Hamburg.
Wie ich bereits hier berichtet habe, bekamen wir von der Familienbande eine Freikarte für die Messe.

Um 10 Uhr öffnete die Babywelt ihre Pforten, was für uns bedeutete, dass wir um 9.50 Uhr das Haus verließen. 🙂 Der Einlass ging fix, wir waren allerdings auch in der Schlange mit den Menschen, die bereits eine Karte hatten. An den Kassen ging es etwas langsamer voran, daher kann ich allen raten, sich vorab ein Ticket zu kaufen.

Zu allerallererst gingen wir zu NUK, da war es nämlich noch leer und wir wollten einen Trinklernbecher, an dessen Tülle man nicht saugen muss, also eher sowas wie eine Schnabeltasse. Uns wurde der Magic Cup gezeigt, den kannte ich bereits von meiner Arbeit in der KiTa, aber sowas vergisst man ja schnell wieder. Wer weitere Infos zum Magic Cup möchte, fragt einfach mal das Internet, wir sind noch am üben und dann schreibe ich bald was dazu dem Becher – den ich natürlich selbst gekauft habe (nur falls jemand befürchtet, hier wäre Werbung versteckt).

Nun ging es dann aber gleich weiter zur Familienbande, die ihren Stand gut sichtbar ganz nah am Eingang hatten. Hier habe ich mich natürlich erstmal für die Karte bedankt und konnte dann gleich mal mein Lob und meine Kritik zum dort ausgestellten Nuna Leaf Wipper loswerden. Über den schreibe ich euch auch nochmal was, den haben wir uns vor ein paar Monaten gekauft und sind zufrieden, allerdings ist er wegen einer offenen Naht am Klettverschluss zur Zeit in Reparatur. Außerdem konnte ich hier schonmal alle meine Fragen zum Thema „Autositz – Was kommt nach der Babyschale?“ loswerden und wurde toll beraten und dann weiter verwiesen an den „Partnerstand“ von Joie. Zu denen wollte ich eh, da deren Trillio Shield bei Stiftung Warentest so gut abgeschnitten hatte und außerdem mit knapp unter 200 Euro noch so günstig ist.

Ich verabschiedete mich also von der Familienbande und ging rüber zu Joie. Es war ja noch so früh am morgen und es war so wenig los, dass mir gleich zwei kompetente Ansprechpartner zur Seite standen. Mir wurde der Trillio Shield ausführlich gezeigt und wir haben bestimmt eine halbe Stunde oder mehr über die Vor- und Nachteile von Isofix, vorwärts- und rückwärtsgerichtetem Fahren und und und gesprochen. Das ganze Autostitzthema ist so komplex und ich habe bei der Familienbande, bei Joie, bei Britax Römer und bei vielen anderen so viele Infos bekommen, dass ich dazu bald einen eigenen Text schreiben werde. Besonders positiv möchte ich noch anmerken, dass die Polizei Hamburg auch auf der Messe mit einem Stand zum Thema Autositze vertreten war. Hier gab es ausführliche und völlig neutrale Beratung, da die mir ja nichts verkaufen wollten.

So, weiter geht’s, ich wollte doch um 11 Uhr zum Workshop bzw Vortrag von der Kinderphysiotherapeutin zum Thema Hochstuhl, Kinderwagen usw. Oh, ist schon kurz nach 11. Hm, dann nicht. Ich informierte mich noch an weiteren Ständen über Autositze und Fahrradsitze, schaute bei ErgoBaby und der Trageberatung vorbei und kam dann an der Showbühne vorbei, auf der gerade ein Vortrag über 1. Hilfe stattfand. „Lasst das Baby also nie allein in der Badewanne!“, hörte ich und dachte mir nur „Boah, wie blöd können Eltern sein…!?“ Ich wollte schon weitergehen, als die Frau ankündigte, dass es nun ums Thema Verschlucken ginge. Da wurde ich hellhörig und setzte mich, eine kleine Pause tat ja auch mal gut, es war nämlich schon 11.30 Uhr. Ich lasse den kleinen Kringel ja eh nicht mit Taschentuchpackungen spielen, aber ich weiß, dass viele es machen. Was ich dabei nie bedacht hatte ist, dass – laut der 1. Hilfe Frau – viele Babys den kleinen Plastik-Klebe-Schnippel verschlucken. Ah, krieg sowas mal wieder raus! Mir bereits bekannt – aber für viele sicherlich interessant – war dann ihr deutlicher Hinweis, man sollte dem Baby oder Kind nicht auf den Rücken klopfen, so wie viele Erwachsene das machen, wenn man sich verschluckt. Dann rutscht das alles nur tiefer rein. Richtig ist: Sich hinknien und die Person, die sich verschluckt hat (geht auch bei Babys), mit dem Oberkörper so auf den Oberschenkel legen, dass der Oberkörper nach vorn geneigt ist. Dann mit der flachen Hand 5 kräftige Schläge zwischen die Schulterblätter und dann kommt das Verschluckte wieder raus. Versteht ihr, wie ich das meine? Wer sich unsicher fühlt, besucht am besten mal einen 1. Hilfe Kurs am Baby, den zahlen manchmal sogar die Krankenkassen.

Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es für mich weiter zu STOKKE. Den TrippTrapp Hochstuhl haben uns die Schwiegereltern zu Weihnachten geschenkt, aber wir haben ihn noch nicht aufgebaut, weil die Babys ja erst hinein sollen, wenn sie allein sitzen können. Demzufolge haben wir auch das Babyset dafür noch nicht gekauft. Es gibt für den Hochstuhl übrigens auch so einen Aufsatz wie die Babyschale fürs Auto, aber wir wollten warten, bis er mit dem Babyset drin sitzen kann. Der Berater am STOKKE Stand war verwirrt: „Der ist 8 Monate und kann noch nicht sitzen?“. Ich spürte eine leichte Aggression ihm gegenüber in mir aufkommen und wollte gerade losfauchen, dass er das mit 8 Monaten ja wohl auch noch nicht können müsse und das alle Babys in ihrer Entwicklung individuell sein…da löste er das Missverständnis auf, indem er fragte „Auch nicht bei Ihnen auf dem Schoß?“. „Äh, doch, klar. Aber die sollen doch erst in den Hochstuhl, wenn sie allein und frei sitzen können…?“, antwortete ich. Der Berater sagte, mit dem Babyset sei das kein Problem und motivierte mich, das auszuprobieren. Also zack, ErgoCarrier auf, Kringel in den Hochstuhl. Sah super aus und ihm gefiel es. „Sehen Sie, der sitzt da total gut drin.“, sagte der Berater. „Aber es heißt doch immer, sie dürfen erst in den Hochstuhl, wenn sie allein und frei sitzen können…“, hakte ich noch einmal nach. „Ja, aber so ist das in Ordnung. Sie sollen ihn da ja nur für die Dauer der Mahlzeiten reinsetzen, das ist okay.“ STOKKE selbst verkaufte die Babysets auf der Messe nicht, schickte mich aber rüber zu BabyOne, die allerdings trotz 10% Messerabatt noch teurer waren als BabyWalz – aber das findet dann noch Erwähnung im „Wochenende in Bildern“. Sowieso trabte ich nach dem Besuch bei STOKKE erstmal zum Stand der Kinderphysiotherapeutin. Mist, warum war ich nicht in deren Workshop heute morgen…? Ah, da steht sie ja. Ich erzählte ihr die ganze Geschichte und sie sagte, es sei sehr löblich und richtig, zu warten, bis die Babys allein und frei sitzen können. Allerdings sagte sie auch, dass es mit dem Babyset von STOKKE völlig okay sei, ihn für die Dauer der Mahlzeiten in den Hochstuhl zu setzen. Okay, dann kaufe ich so ein Ding. 🙂

Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass ich den „Babysignal“ Workshop verpasst hatte. Hier gibt es aber auch verdammt viel zu entdecken und es wurde immer voller.

Bei Britax Römer informierte ich mich ebenfalls über Kinderautositze und ließ mir mal zeigen, wie flach man den Sportwagenaufsatz für den Britax Go stellen kann. Denn durch den dicken Lammfellfußsack wird es in der Babywanne langsam zu eng für den kleinen Kringel. Die Beraterin zeigte mir das und betonte aber, dass er, auch wenn ich den Sportwagenaufsatz ganz flach einstelle, erst rein darf, wenn der allein und frei sitzen kann. Also, WIRKLICH allein und frei. Der Hinweis war deutlich. Also bauen wir den Kinderwagen erstmal noch nicht um und wenn es wirklich ZU eng werden sollte, dann überbrücke ich die Zeit mit dem Ergo Carrier.

Uff, nun war es halb eins und ich war schon ganz schön k.o. Es war warm in der Halle, mittlerweile voll und dann das ganze Gerede und die ganzen Infos in meinem Kopf…Der kleine Kringel saß vergnügt im Ergo Carrier und sah sich alles an, aber er hatte ja auch zwischendrin zwei Stunden geschlafen. Als letzte Station huschten wir in die Still-Lounge. Nicht zum Stillen, aber um die dortige Stillberaterin mit ein paar Fragen zu löchern.

Erschöpft und zufrieden spazierten wir dann mit unendlich vielen Taschen, Eindrücken und Informationen beladen wieder nach Hause. Im nächsten Jahr sind wir gern wieder mit dabei.

 

Du magst vielleicht auch

2 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.