Richtungswechsel – Blick in Fahrtrichtung

Je nachdem, was wir vorhaben, nutzen wir unsere ErgoBaby Babytrage oder unseren Britax Go Kinderwagen. Das Tolle am Britax Go ist, dass das Kind sowohl mit als auch gegen die Fahrtrichtung blicken kann. Um die Sitzeinheit umzustecken und somit die Blickrichtung des Kindes zu wechseln braucht man weniger als eine Minute.

Doch wann ist der richtige Zeitpunkt für den Richtungswechsel?

Mir war es wichtig, die Richtung frühestens dann zu wechseln, wenn Kringel sich bemerkbar machen kann, wenn was nicht okay ist. Damit meine ich nicht lautstarkes Brüllen oder Weinen, sondern mehr ein zielgerichtetes „Mama!?“. Da wir ja nach dem Richtungswechseln keinen Blickkontakt mehr haben würden, war es mir wichtig, dass er weiß, dass ich trotzdem da bin und dass er trotzdem mit mir kommunizieren kann. Dafür muss man erstmal ein gewisses Alter erreicht haben.

Mit etwa einem Jahr begann Kringel, sich am Schutzbügel festzuhalten und nach vorn zu lehnen, um mehr sehen zu können. Wurde er müde, so lehnte er sich an der Rückenlehne an und schlief. Im wachen Zustand wollte er aber meist mehr, mehr und nochmal mehr sehen. Seit er 14 Monate ist, beginnen wir unsere Ausflüge meist so, dass Kringel laufen darf und erst nach einer Weile in den Kinderwagen gesetzt wird. Das hat – in Kombination mit seinem Wunsch, mehr zu sehen – dazu geführt, dass er manchmal während der Fahrt gern aussteigen möchte. Uff, das könnte nun der Beginn einer schwierigen Zeit werden, dachte ich. Zack, hatten wir die Lösung parat: Richtungswechsel.

britax go fahrtrichtung

Im Beisein von Kringel nahmen wir die Sitzeinheit heraus und drehten sie um. Kringel war begeistert von seinem neuen, weiten Sichtfeld. Er lehnte sich an der Rückenlehne an und genoss den Ausblick. Da die Sonne nicht schien, ließ ich das Verdeck zurückgeklappt – so hatte ich ihn ihm Blick und er konnte mich auch sehen, wenn er den Kopf drehte. Aber er war viel mehr daran interessiert, den erweiterten Ausblick zu genießen.

Auf dem Rückweg schlief Kringel und da es windig war, klappte ich das Verdeck zu. Nun sah ich nichts mehr, was tatsächlich etwas gewöhnungsbedürftig war, da ich ihn ja sonst immer im Blick hatte. Aber daran werde ich mich schon noch gewöhnen – so ist das halt, wenn die älter werden. 🙂

Mit 14 Monaten waren wir vielleicht etwas spät dran mit dem Richtungswechsel, aber für uns war der Zeitpunkt genau richtig. Wann habt ihr gewechselt? Erzählt doch mal.

 

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2 Kommentare

  1. So mit 10 oder 11 Monaten ist Safiya im Wagen aufgestanden, hat sich umgedreht und könnte dann, mit dem Bauch gegen die Rückenlehne gelehnt, nach vorn schauen. In meine Richtung schauen war absolut nicht mehr angesagt. Also habe ich den Aufsatz umgedreht. Anfangs hab ich immer noch hin- und hergedreht, das geht bei unserem Emmaljunga nämlich auch ganz easy mit einem Handgriff und das Baby kann sogar sitzenbleiben- wenn man stark genug ist 😉 So ist die dann wenn sie munter und abenteuerlustig war, vorwärts gefahren. Wurde sie müde, habe ich sie zu mir gedreht. Vor allem, wenn wir in der City unterwegs waren, wollte ich die unbedingt noch zu mir gerichtet haben- das hat sich richtig angefühlt. Aber sie hat mir schon recht zeitig ganz klar gezeigt, dass es für sie an der Zeit ist, vorwärts zu fahren. Die Möglichkeit, den Sitz für das müde Kind in 5 Sekunden schnell zu mir zu drehen, fand ich super.

    1. Dass man bei eurem Wagen die Blickrichtung so schnell ändern kann, ist wirklich super. Bei uns geht das auch, aber nicht ganz so schnell. Man muss die Sitzeinheit dafür rausnehmen und drehen. Anfangs, als der Richtungswechsel noch neu war, hat mein Mann das sogar mal mitten auf einem Spaziergang gemacht, weil Kringel so unruhig war.

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