Das Ende der Elternzeit

Eigentlich sollte meine Elternzeit im August enden, aber dann kam es doch anders und seit Anfang April arbeite ich wieder. Ich habe bei vielen anderen davon gelesen, dass es ein schwerer Start zurück ins Berufsleben war, begleitet von vielen Tränen bei Mama und Kind und daher möchte ich euch erzählen, wie es bei uns war, damit es mehr positive Berichte darüber gibt.

Die Voraussetzungen für eine mittelschwere Katastrophe waren optimal: Statt im August würde ich schon im April die Elternzeit beenden und die Tatsache, dass ich dann mein eigenes Kind verlassen muss, um andere Kinder zu betreuen, fühlte sich vorab nicht allzu gut an.

Tatsächlich ist hier das einzige Problem, dass Kringel grundsätzlich eine Stunde vor dem Weckerklingeln wach wird, und zwar so richtig wach, mit aufstehen wollen und Frühstück essen. Ich versuche, es positiv zu sehen: mehr gemeinsame Zeit am Morgen kann nicht schaden, aber uff, wenn diese gemeinsame Zeit schon um 4.45 Uhr beginnt, dann muss das nicht unbedingt sein. Aber das wird sich schon noch einpendeln und vielleicht wird er sogar irgendwann meinen Aufbruch verschlafen. 

Den Vormittag verbringen Kringel und Papa gemeinsam und haben verdammt viel Spaß zusammen. Das geht natürlich nicht in jeder Familie, es muss beruflich, also zeitlich passen. Aber hier passt es und sie genießen es und bald steht dann auch Kringels Kita-Start an.

Wenn ich mittags nach Hause komme, schläft Kringel entweder schon oder isst noch Mittag. Dann bringe ich ihn ins Bett und wir machen am Nachmittag was tolles zusammen.

Ihr seht: Ein ganz unspektakuläres Ende der Elternzeit war das und alle, inklusive Kringel kommen prima damit klar. Es geht also auch so. Das ist jetzt der Stand nach zwei Wochen aber da Kringel von Anfang an super mit der neuen Situation klarkam, denke ich nicht, dass da noch Probleme auftreten werden. Meine Baustelle ist jetzt noch, die Freizeit etwas mehr zu strukturieren. Moment ist es so, dass ich von der Arbeit nach Hause komme und dann, sobald Kringel wach ist, was tolles mit ihm unternehme, was mir auch sehr wichtig ist. Zeit fürs Pferd, fürs Bloggen und für die Nähmaschine wird sich finden, das blieb in den letzten zwei Wochen etwas auf der Strecke, aber ich bin zuversichtlich, dass da auch bald wieder Routine einkehren wird.

Wie war das bei euch am Ende der Elternzeit? War es ein einfacher oder ein eher schwieriger Übergang?

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5 Kommentare

  1. Schön, dass es bei euch so wunderbar läuft. Wir haben (mittlerweile) eine sehr chaotische und teilweise stressige (Teilzeit)geteilte Elternzeit und ich stehe dem Krippenstart Ende August total positiv gegenüber. Sofern es mit der Eingewöhnung klappt wird das Alles glaube ich toll und ich freue mich auf einen geregelteren Arbeits- und Familienalltag.
    Hoffe es läuft bei uns ebenso gut wie bei euch!

  2. Das freut mich, dass es so reibungslos bei euch geklappt hat. Ich habe ja lettes Jahr einige Wochen gearbeitet, als mein Freund zu Hause war. Und es gab verschiedene Morgen, manchmal sind wir alle wach gewesen. Aber manchmal konnte ich mich in Ruhe fertig machen, frühstücken und rausschleichen. 😉 (Gerade, wenn ich um 6.20 los musste.) Das war schon ein netter Start in den Morgen. Diese Tage werden für dich bestimmt noch kommen, 🙂

    1. Bisher hat noch nicht einmal der Wecker geklingelt – Kringel war immer früher wach. Meist mindestens eine Stunde vorher, aber hey, heute nur 15 Minuten früher, juhu. Ich genieße es auch sehr, mit ihm morgens noch zu frühstücken und ein paar Bücher anzuschauen, aber es reicht, wenn wir dafür um 6.30 Uhr aufstehen, finde ich. 😀

  3. Wir hatten zum Glück einen sehr seichten Übergang. SIe hatte den Platz 2 Monate bevor die Arbeit anfing. Die Eingewöhnung war völlig problemlos. Wenn ich tschüß sage, hat sie sich schon längst umgedreht und schleift ihr Frühstück in den Frühstücksraum. Jogurt und Banane sind wichtiger als ich 😉 Ganz selten mal hat sie Phasen gehabt, wo sie mich nicht gehen lassen wollte.
    Anstrengend waren die 5 oder 6 Wochen ununterbrochener Erkältungen, die die Lütte mitgebracht hat.
    Jetzt, wo ich mittlerweile voll am WE arbeite und sie mich teilweise ein zwei Tage am stück gar nicht sieht, wird sie etwas anhänglich; mag zB Abends nicht mehr einschlafen, wenn ich aus dem Zimmer gehe. Ich muss bleiben. Is aber vielleicht auch das Alter (21M).
    Das frühe Aufstehen kennen wir auch zu genüge, wenn auch nicht ganz so dramatisch. Kurioserweise auch ziemlich genau ne Stunde zu früh.

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