Blogparade #ichhabesgesagt

Die liebe Jessi von Terrorpüppi hat zu einer Blogparade aufgerufen bei der geschildert wird, wie wir die Nachricht von unserer Schwangerschaft übermittelt haben. Sie selbst hatte eine sehr kreative Idee, aber lest selbst.

Meine Mutter liebt Kinder über alles, hat selbst viele Jahre als Tagesmutter gearbeitet und verfällt jedes Mal in einen Freudentaumel sowie in einen Babysachen-Kaufrausch, wenn aus der Verwandtschaft oder aus dem Freundeskreis jemand Nachwuchs bekommen hat. Deshalb konnte ich mir sicher sein, dass sie von meiner Schwangerschaft begeistert sein würde. Trotzdem musste ich es ihr natürlich irgendwie sagen.
Mein Mann und ich warteten die ersten drei Monate ab, man weiß ja leider nie… Nach drei Monaten Schwangerschaft waren wir bei meiner Mutter zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Am Tag vorher rief meine Mutter an, um mitzuteilen, dass wir gern kommen können, sie aber gerade mit Verdacht auf Keuchhusten beim Arzt war. Hilfe! Am Telefon blieb ich cool und rief dann wenig später panisch meine Frauenärztin an um zu fragen, ob das gefährlich fürs Baby werden könne. Sie gab Entwarnung, das Baby sei geschützt, alles gut, wir können hinfahren.

Wir saßen bei Kaffee und Kuchen im Wohnzimmer bei meiner Mutter, mein Bruder war auch da. Ich reichte meiner Mutter den Mutterpass mit den Ultraschallbildern über den Tisch und grinste freudig. „Guck mal!“. Sie verstand sofort und hatte Freudentränen in den Augen. Nachdem sie sich alles angesehen hatte, reichte sie den Mutterpass an meinen Bruder, der übrigens in einem Krankenhaus arbeitet, weiter. „Cool, ein Mutterpass.“, verkündete er, sah sich alles an und ich dachte, auch er hätte es kapiert. Meine Mutter stellte völlig begeistert alle möglichen Fragen und so nach fünf bis zehn Minuten kam von meinem Bruder die Frage „Oh…Du bist schwanger?“. Dann verstand auch er die Situation und freute sich natürlich mit uns.

Später am Tag fuhren mein Mann und ich noch zu meiner Oma. Sie präsentierte mir gerade frisch gestrickte Socken in Erwachsenengröße. „Kannst du auch Babysocken stricken?“, fragte ich sie, während mir die Tränen in die Augen stiegen und ich ihr den Mutterpass zeigte. Sie verstand sofort und wir lagen uns vor Freude weinend in den Armen.

Die Familie meines Mannes reagierte zwar nicht negativ, aber eher kühl. Wenn man sie nicht kennen würde, könnte man sagen, sie reagierten gleichgültig. Hinter der kühlen Fassade haben sie sich aber gefreut.

Am schwersten fiel es mir, es meiner Chefin zu sagen. Als Heilpädagogin im Kindergarten hat man natürlich eine Chefin, die Kinder liebt. Aber man weiß eben auch, dass man höchstwahrscheinlich ein Beschäftigungsverbot bekommen wird und dann bei der Arbeit einfach fehlt. Ich nahm all meinen Mut zusammen und rief sie an. „Hey du Urlauberin, was rufst du in deinem Urlaub an, hast du Sehnsucht nach uns?, fragte sie lachend
„Du, ähm, sitzt du bequem…?“, stammelte ich. „Klar, was ist los?“, antwortete sie freundlich. Ich atmete tief durch, nahm all meinen Mut zusammen und  sagte „Ich bin schwanger.“ „GLÜCKWUNSCH!!!“, schrie sie ins Telefon. „Das ist ja sooooo toll! Herzlichen Glückwunsch meine Liebe!“. Mit fiel ein wahrer Felsbrocken vom Herzen. Die Info, dass ich nun zum Betriebsarzt müsse und bis auf Weiteres die Kita nicht betreten darf, kam ganz freundlich und professionell. Es war eine wirkliche, ehrliche Freude bei ihr. Ich hätte es ihr übrigens auch persönlich gesagt, aber ich musste anrufen, da ich ab Bekanntwerden der Schwangerschaft die Kita nicht mehr betreten darf, bis das Ergebnis meiner Antikörperuntersuchung da ist. Die fiel übrigens, wie bei fast allen schwangere  Kolleginnen, so aus, dass ich ein Beschäftigungsverbot bekam.

So, das war meine Geschichte dazu, wie ich die Nachricht von meiner Schwangerschaft verkündet habe. Wie war es bei euch?

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