3. Advent – Der Kupferhof

An jedem Adventssonntag möchte ich euch auf dem Blog einen Verein oder eine Einrichtung vorstellen, die ich ganz persönlich unterstützenswert finde und bei der ich mich freuen würde, wenn ihr das genauso seht und ebenfalls spendet. Heute, am 3. Advent möchte ich euch den Kupferhof vorstellen, eine Art Hotel für Kinder mit Behinderung..

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Fast alle Eltern von Babys und Kleinkindern kennen ihn: Den Schlafmangel. Gerade eingeschlafen, schon wird das Baby wach. Mit Kringel haben wir tatsächlich sehr viel Glück, aber ich weiß, dass die meisten Eltern in den ersten ein bis zwei Jahren selten mehr als drei Stunden am Stück schlafen. Müdigkeit und Erschöpfung machen sich breit, die Laune sinkt. Was, wenn das niemals aufhört?

Wie sieht das aus in Familien mit schwer oder mehrfach behinderten Kindern? Je nach Art und Schwere der Behinderung bestimmen Krampfanfälle und alarmschlagende Überwachungsmonitore den Alltag und somit auch den Schlaf der Eltern. Jetzt mal ganz abgesehen von all dem, was die Eltern dieser Kinder tagsüber noch zusätzlich leisten müssen, abgesehen von all den Sorgen und Ängsten, den Fragen und Terminen…und dann fehlt nachts auch noch der Schlaf. Urlaub? Erholung? Nicht in Sicht.

Seit März 2013 gibt es in Hamburg den Kupferhof. Behinderte Kinder aus ganz Deutschland können mit ihren Eltern hierher kommen und ein hochprofessionelles Team kümmert sich um die Kinder während die Eltern einfach mal abschalten können. Es gibt hier die Möglichkeit der Unterbringung als ganze Familie und nach einem ersten gemeinsamen Aufenthalt kann das behinderte Kind auch allein im Kupferhof bleiben, während die Eltern zum Beispiel dem Geschwisterkind ungeteilte Aufmerksamkeit zukommen lassen können oder einfach mal Zeit für sich haben – zum Ausschlafen, zum Entspannen.

Bis zu 28 Tage pro Jahr kann ein Kind mit Behinderung im Kupferhof betreut werden und ich kenne viele Eltern, die dieses Angebot sehr zu schätzen wissen – und ich kenne ebenso die glücklichen Kinder dazu. Da die Kosten für den Aufenthalt der Eltern jedoch von ihnen selbst gezahlt werden müssen, ist der Kupferhof für Spenden sehr dankbar.

Betrieben wird der Kupferhof durch den Verein Hände für Kinder e.V.. Auf deren Internetseite findet ihr auch alles zu den unterschiedlichen Möglichkeiten der Unterstützung. Beispielsweise ist der Verein auch über Zeitspenden sehr dankbar. Wie das geht lest ihr hier. Übrigens ist hier genau erklärt, wie der Finanzbedarf der Einrichtung ist und wie ihr helfen könnt und wofür das Geld verwendet wird und es gibt eine Wunschliste für Sachspenden. Da stehen sogar Steine drauf. Ja, Steine. „Ganz flache Natursteine in Hand- oder Fußgröße“ werden gesucht, als Bastelmaterial. Ebenso wie Wolle und Klebestifte. Ihr seht schon, Helfen ist ganz einfach und rüttelt gar nicht zwangsläufig an eurem Kontostand.

Ich finde, der Kupferhof ist wirklich eine tolle und entlastende Einrichtungen für Eltern behinderter Kinder und ich würde mich freuen, wenn ihr deren Arbeit unterstützt und den Tipp auch gern an andere Eltern mit behinderten Kindern weitergebt.

Dieser Beitrag entstand auf Grund positiver Erfahrungen mit der Arbeit des Kupferhofs – es ist selbstverständlich kein Geld geflossen damit ich darüber schreibe. Abgesehen davon könnte ich es nie mit meinem Gewissen vereinbaren, mich dafür bezahlen zu lassen, dass ich ich zu Spenden aufrufe.

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1 Kommentar

  1. Das scheint ein schöner Ort zu sein, danke für die Vorstellung. Mir gefällt, dass es vielfältige Möglichkeiten gibt, zu spenden. Am Wochenende sprach mich hier in München in der Fußgängerzone jemand an, es war eine Kinderhilfsorganisation. Sowas finde ich ja prinzipiell total unterstützenswert, aber als ich dann fragte, ob man Kleidung und Spielzeug spenden könne, hieß es ganz klar: Nein, nur Geld.
    Das finde ich dann immer sehr schade, einerseits, weil man ja immer mal wieder davon hört, dass das Geld doch nicht da ankommt, wo es gebraucht wird und andererseits, weil Geld nunmal nicht alles ist. Ich habe jedenfalls nicht so viel davon, aber wir haben noch richtig gut erhaltene Kinderkleidung, die ich gern spenden würde.

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